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Ein Wochenende kosmischer Horror beim 1920er LARP der Miskatonic Society

Dunkle Geheimnisse, elegante Kleidung und eine Reise in die Vergangenheit

Bereits zum zweiten Mal haben wir ihn gewagt, den Sprung zurück ins letzte Jahrhundert, in die 1920er um genau zu sein, um für ein Wochenende die eine andere Rolle zu schlüpfen und das Geheimnis des kürzlich verblichenen Walther Kreutz zu lüften. 

Für alle die sich darunter nichts vorstellen können. Die Rede ist von einem LARP (Live Action Role Play) bei dem man für eine gewisse Zeit einen ganz anderen Charakter verkörpert. Die bekanntesten sind wahrscheinlich die ganzen Fantasy LARPS, bei denen man sich in tolle Gewandung hüllt und dann 3 Tage über offenem Feuer kocht und unterm Sternenhimmel schläft, aber es gibt auch jede Menge andere Settings. Endzeit LARPs liegen gerade voll im Trend und unser Favorit spielt, wie sollte es anders sein, in unserem Lieblings Pen & Paper-Universum Call of Cthulhu.

Leider sind solche LARPs bisher relativ selten, aber wir hatten das Glück auf die Seite der Miskatonic Society zu stoßen, die mehrfach im Jahr welche anbieten. Und so sind wir nun schon zum zweiten Mal auf dem Wasserschloss Wülmersen, denn unser lieber Großonkel Walther lädt zur Testamentseröffnung. Natürlich nicht selbst, dafür ist es leider etwas spät, aber zum Glück hat er für sowas seine Gehilfen.

Denn man kann nicht nur selbst gebastelte Charaktere verkörpern, sondern auch vorgefertigte NPCs, die geschickt Intrigen spinnen und die Geschichte vorantreiben. Außerdem helfen sie meist fleißig in der Küche aus, denn ein leckeres Essen darf bei so einer Gelegenheit nicht fehlen. Wir haben uns dann aber doch für selbst geschriebene Charaktere entschieden und als Rosemarie und Jacek Rabe vom großen Reichtum (Danke Onkel Walther) geträumt. Den hätten die beiden nämlich bitter nötig, denn der liebe Jacek vertrinkt leider das meiste ihrer Ersparnisse und so bleibt nichts übrig für den schönen Blumenladen von dem Rose schon so lange träumt. Ob ihr Wunsch in Erfüllung gegangen ist und die beiden jetzt in Saus und Braus leben? Das lasse ich an dieser Stelle offen, schließlich wollen wir ja die Spannung nicht verderben, vor allem falls ihr diese Geschichte selbst einmal spielen wollt oder in einem anderen Setting mal auf die beiden trefft.

Wir können die Veranstaltungen der Miskatonic Society wirklich absolut empfehlen. Auch nach dem zweiten Mal haben wir noch nicht genug und uns direkt für ein drittes Mal im Juni angemeldet. Vielleicht sehen wir uns ja da? Ihr müsst auf alle Fälle schnell sein, denn die Karten sind wirklich begrenzt, was auch gut ist, denn so wird jeder Charakter individuell in die Story eingebaut und hat seinen eigenen Anteil am Lauf der Geschichte.


Wenn ihr Lust bekommen habt, aber euch vielleicht nicht traut, dann können wir euch nur ermutigen, der Einstieg ist selbst für Neulinge sehr leicht und man wird sehr gut bei allem begleitet. Und anders als bei Fantasy LARP benötigt man auch keine hunderte Euro teure Ausstattung. Wir haben das meiste vom Flohmarkt oder aber aus unseren Schränken gekramt. Einiges kann man sich auch vor Ort ausleihen.

An dieser Stelle direkt noch eine Anmerkung: Bringt bitte den Kleidungsstil der 1920er wieder zurück. Ganz ehrlich warum haben wir jemals aufgehört uns so anzuziehen? Tolle Anzüge, Taschenuhren und schicke Hüte beziehungsweise kurze schwarze Kleider und jede Menge Klimbim. Das ist doch wesentlich eleganter als Jeans und T-Shirt. Also macht mit und holt die schicken Fummel wieder raus. Da man bei Call of Cthulhu sowieso früher oder später bekanntlich dem Wahnsinn verfällt, sollten wir das wenigstens mit Stil tun.

In diesem Sinne noch unser abschließendes Fazit: Dieses LARP ist einfach unvergleichlich und man sollte es unbedingt einmal ausprobieren, auch wenn die Rückkehr in die triste Realität danach umso schwerer fällt.

Unsere Bewertung:
🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙🐙 13 von 13 Cthulhus

Hat euch der Beitrag gefallen und ihr wollt noch mehr vom LARP wissen? Dann schaut doch auf unserem YouTube-Kanal vorbei und genießt ein ganzes Video voll schleichendem Wahnsinn.

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